Freitag, 22. Juli 2016

[CLASSIC CONFESSIONS - NO. 8] Nach welchen Kriterien entscheidet ihr euch für Klassiker-Ausgaben?

Hallöchen zurück! Nach mehreren durchaus sehr sportlichen Tagen auf Madeira (wandern und co) habe ich heute endlich wieder etwas Zeit zu schreiben, ehe ich heute zum Canyoning gehe. Also, Vorhang auf für die heutige Classic Confessions.

Nach welchen Kriterien entscheidet ihr euch für Klassiker-Ausgaben?


Ganz ehrlich? Da bin ich absoluter Amateur. Meistens ist mir die Ausgabe egal. Sie sollte nur bitte auf Deutsch und für mich verständlich sein. Ich suche nicht unbedingt nach einer Ausgabe. Meistens nehme ich die erste die mir in die Finger kommt.

Eine Sache gibt es da allerdings: Wenn ich die Wahl zwischen Reclam oder Hamburger Leseheft habe, nehme ich meist die Hamburger Lesehefte. Das hat nichts mit der Ausgabe an sich zu tun. Sie ist nur eben etwas billiger als Reclam (was einem Schüler-/jetzt ja Studentengeldbeutel sehr entgegen kommt. Außerdem sollten wir für die Schule immer die Hamburger nehmen. Und das ist wohl ein wenig hängen geblieben. Letzten Endes ist es mir aber auch schlichtweg egal.

Wie denkt ihr über das Thema? Hamburger Leseheft oder Reclam? Lasst es mich doch wissen oder schaut euch hier den Originalpost der lieben Antonia an. Macht´s gut, bis bald.
Eure Skylife

Donnerstag, 14. Juli 2016

[CLASSIC CONFESSIONS - NO. 7] Wie steht ihr zu Klassiker-Verfilmungen?

So, diese Woche verschone ich euch doch nicht. Denn, wie nicht anders zu erwarten, gibt es natürlich in einem Hotel in einem Touristennest wie Madeira auch Internet, sogar kostenlos (wenn auch ein ganz klein wenig verlangsamt. Aber das stört uns ja nicht). Aber man soll ja immer vom schlimmsten ausgehen. Andererseits habe ich mich glücklicherweise mit meiner Schwester verständigt, dass wir ihren Laptop mitnehmen und ich gelegentlich ran darf. Sodass ich nicht einmal auf meinem viel zu kleinen Handy die Tasten suchen muss.

Nun sitze ich also hier nach einem wunderbarem ersten Tag auf Madeira und hoffe, dass ich mir nicht bereits heute einen Sonnenbrand geholt habe (auch wenn es Gottseidank nicht danach aussieht, aber was nicht ist, kann ja noch werden). Aber ich bleibe trotzdem vorsichtig. Denn meine ersten Tage werden dadurch ein wenig erschwert, dass ich die Sonne nach Möglichkeit meiden soll. Und dass an einem Ort, der sich (zumindest im Moment) durch wunderbar warme Temperaturen und strahlenden Sonnenschein auszeichnet. Das Problem ist, dass es da wieder eine kleine Unappetitlichkeit gibt, und ich deshalb ein Antibiotikum nehme, dass aber empfindlicher gegenüber Sonnenlicht macht. Aber naja, lieber die ganze Zeit im Schatten sitzen als das eigentliche Problem am Hals haben (nur so viel: der inzwischen entfernte Weisheitsheitszahn war, ist und bleibt vorerst nicht mein einziges Problem. Zumal er ja jetzt kein Problem mehr darstellt).

Der Vorteil daran ist, dass ich wenigstens mit meinem neuen Buch sehr gut voran komme. Nachdem ich mein aktuelles Buch zu Hause lassen musste, weil einfach mein Koffer so schon aus allen Nähten geplatzt ist und meine Mutter es passenderweise als "Schinken" bezeichnet hat, habe ich mich die letzten Tage über "Ich bin Malala" hergemacht. Und das hat sich bis jetzt schon sehr gelohnt. Jetzt bin ich fast fertig und im höchsten Maße von Malala beeindruckt. Naja, Urlaub kann ja auch mal entspannt sein.

Nun aber genug der (für meine Verhältnisse viel zu langen) Vorrede. Kommen wir zum eigentlichen Thema dieses Posts: die Classic Confessions der lieben Antonia. Vorhang auf!

Wie steht ihr zu Klassiker-Verfilmungen?


Im ersten Moment habe ich seltsamerweise Disneys "Robin Hood" im Kopf. Ich muss ehrlich sagen, ich mag die Disneyverfilmungen, sowohl die alten als auch die neuen. Die erinnern mich irgendwie immer an meine guten alten Kindertage. Oh Gott, ich werde schon ganz sentimental!

Als nächstes fallen mir die Neuauflage von Robin Hood (mit Rusell Crowe), Stolz und Vorurteil und Jane Eyre ein. Und ich muss sagen, ich liebe sie einfach! Ersteren habe ich 2010 mit meinem Vater zusammen im Kino gesehen. Seither gehört er zu meinen Lieblingsfilmen und ich kann kaum genug davon kriegen. Die anderen beiden hatte ich mir dieses Jahr in der Bibliothek ausgeliehen. Ich hatte zum einen sehr viele eigene Bücher zuhause, die ich erst lesen musste, und somit auch eigentlich keinen Grund, die kleine Bibliothek im Nachbarort aufzusuchen, in der ich Mitglied bin. Andererseits hatte ich eine furchtbare Leseblockade und ein halbes Jahr vorher kaum ein Wort gelesen, wenn ich es nicht für die Schule musste. Trotzdem hatte ich mich zu einem Besuch durchgerungen, als ich wieder einmal dort war und noch sehr viel Zeit hatte. Nun, was soll ich sagen? Danach war meine Blockade weg. Und als ich bei den DVDs "Stolz und Vorurteile" entdeckte, fiel mir ein, dass mir eine Freundin sehr von Jane Austen vorgeschwärmt hatte und ich in diesem Bereich noch ziemlichen Nachholebedarf hatte. Ende vom Lied: Film mitgenommen, zweimal am Tag angeschaut und verliebt.

Ich bin zwar einer dieser Menschen, die andere damit nerven, dass sie gerne mal mitten im Film anmerken "Im Buch war das aber anders!" oder "Im Buch war das viel besser!" (angefangen bei den Haarfarben - Ist euch schon mal aufgefallen, dass Charaktere häufig in Filmen andere Haarfarben haben als im Buch beschrieben? Nein? Dann achtet beim nächsten Mal drauf!), aber im Allgemeinen mag ich Verfilmungen ganz gerne (abgesehen von den schlecht gemachten, Antonia hatte Jason ja schon erwähnt). Also ja, ich stehe Klassiker-Verfilmungen positiv gegenüber.

Wie sieht das bei euch aus? Hinterlasst doch einen Kommentar oder beantwortet den aktuellen Classic-Confessions-Post bei Lauter&Leise selbst, den ihr hier finden könnt. Macht´s gut, bis zum nächsten Mal!
Eure Skylife

Samstag, 9. Juli 2016

Wölkchens Freitagsfragen #1

Lässt du dich von Meinungen  anderer Autoren beim Buchkauf beeinflussen, vor allem, wenn es nicht dein Genre ist?


Ach, das mit den Meinungen ist so eine Sache. Meistens lasse ich mich von niemandem beeinflussen. Vielleicht denke ich mal drüber nach, wenn mir ein Freund ein Buch empfiehlt. Aber dann entscheide immer noch ich, ob mich die Geschichte interessiert und ich sie also lesen möchte. Doch dann kenne ich die Person und ihre Vorlieben ja und weis, worauf sie achtet. Auf Autoren, die ja genau genommen ein vollkommen anderes Leseempfinden und andere Ansprüche und Erwartungen haben und auf andere Dinge achten als ich, verlasse ich mich da nicht. Sie kennen mich und ich sie nicht gut genug, als dass mir irgendeiner von ihnen etwas empfehlen könnte. Dafür ist das Ganze einfach zu subjektiv. Ich verlasse mich lieber auf meine eigenen Gedanken- und Verhaltensmuster.

Zumal ich sowieso jemand bin, der meistens bei den gleichen Genres bleibt, weil meine Interessen einfach weitreichend sind: Fantasy, Jugendbücher, Bücher, die in Geschäften schlicht unter Romane eingeordnet werden, Historisches. Vielleicht sogar mal einen Krimi. Und von Horror und Thriller lasse ich eh die Finger weg, da helfen auch Empfehlungen und Beschönigungen nichts. Und bevor ich ein Buch anfange zu lesen, bilde ich mir sowieso eine eigene Meinung dazu. So einfach ist das.

Was ist deine Lieblingseissorte?


Das hat sich in den letzten Jahren als Cookies manifestiert. Aber wenn ich die Wahl habe, greife ich auch gerne mal zu Schoko(sorten) und Beereneis wie Erdbeere, Himbeere oder Heidelbeere.

Das wars von mir für heute. Wenn auch ihr Lust habt, euren Senf zu diesem Thema abzugeben, dann findet ihr hier den Originalpost von Frau Wölkchen. Ich wünsche euch noch ein entspanntes Rest-Wochenende.
Eure Skylife

Donnerstag, 7. Juli 2016

[CLASSIC CONFESSIONS - NO. 6] Habt ihr eine bevorzugte Literaturepoche oder lest ihr gern quer durch die Vergangenheit?

Auch heute melde ich mich bei euch mit der allwöchentlichen "Classic Confession" der lieben Antonia wieder. Aber keine große Vorrede, Vorhang auf!

Habt ihr eine bevorzugte Literaturepoche oder lest ihr gern quer durch die Vergangenheit?


Das ist mal eine Frage, auf die an eine relativ einfache Antwort gibt: Ich lese alles (außer Horror und Thriller). Und zwar am liebsten Fantasy. Dabei ist es mir absolut egal, aus welcher Epoche ein Buch stammt. Mich interessiert nur der Inhalt und die Qualität des Textes. Ich lege keinen besonderen Wert auf das Alter/die Epoche, aus der ein Buch stammt, auch wenn die meisten meiner Bücher in der Moderne einzuordnen sind und noch nicht unbedingt als Klassiker gewertet werden können.

Mein Interesse reicht von der Antike (Homer) über Klassik (Goethe, Schiller), Vormärz (Heine) und Realismus (Storm) bis hin zur Postmoderne. Und dazu Klassiker wie Charles Dickens und Jane Austen. Also einmal quer Beet.

Wenn auch ihr Lust habt, die dieswöchentliche Classic Confession zu beantworten, dann findet ihr hier den Orginalpost von Lauter&Leise. Schaut doch mal vorbei. Von mir war´s das für heute. Bis bald.
Eure Skylife

PS: Die nächsten 2 Fragen werde ich wohl nicht so bald beantworten können, weil ich nächste Woche für zwei Wochen nach Madeira fliege. Aber nicht traurig sein. Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Und ich denke, meine Sommerferien verdienen bald einen eigenen Post. Ihr dürft also gespannt sein!

Freitag, 1. Juli 2016

[CLASSIC CONFESSIONS - NO. 5] Klassisches Lieblingsgedicht - Habt ihr eins? Wenn ja, welches?

Nachdem ich nun eine Woche lang die TU Ilmenau bei der diesjährigen Sommeruniversität unsicher gemacht habe und anschließend drei Tage lang den Schwarzwald, melde ich mich heute mit der wöchentlichen "Classic Confession" der lieben Antonia bei euch zurück. Zwar ist es bereits Dienstagabend, aber ich war, wie bereits erwähnt, die ganze Woche über mit Workshops der einzelnen Studienrichtungen der TU Ilmenau zu Gange und hatte sehr viel Spaß. Doch genug der Vorrede. Vorhang auf:

Klassisches Lieblingsgedicht - Habt ihr eins? Wenn ja, welches?


Oh Gott, eine wirklich schwierige Frage, wenn man so darüber nachdenkt. Ich liebe, wie bereits früher erwähnt, die Gedichte von Heinrich Heine und Johann Wolfgang von Goethe. Aber beide Dichter haben so viele wirklich tolle und tiefgründige Gedichte geschrieben, dass eine eindeutige Wahl einfach unmöglich scheint. Doch wenn ich mich festlegen müsste, so würde ich mich in jedem Fall für "Deutschland. Ein Wintermärchen" entscheiden. Dieses Gedicht hat es mir wirklich angetan.

Auszug aus Caput II
Ihr Toren, die ihr im Koffer sucht!
Hier werdet ihr nichts entdecken!
Die Konterbande, die mit mir reist,
Die hab ich im Kopfe stecken.

Hier hab ich Spitzen, die feiner sind
Als die von Brüssel oder Mecheln,
Und pack ich einst meine Spitzen aus,
Sie werden euch sticheln und hecheln.

Im Kopfe trage ich Bijouterien,
Der Zukunft Krondiamanten,
Die Tempelkleinodien des neuen Gotts,
Des großen Unbekannten.


Und viele Bücher trag ich im Kopf!
Ich darf es euch versichern,
Mein Kopf ist ein zwitscherndes Vogelnest
Von konfiszierlichen Büchern.

Glaubt mir, in Satans Bibliothek
Kann es nicht schlimmere geben;
Sie sind gefährlicher noch als die
Von Hoffmann von Fallersleben.



Auszug aus Caput XXVII
Doch gibt es Höllen, aus deren Haft
Unmöglich jede Befreiung;
Hier hilft kein Beten, ohnmächtig ist hier
Des Welterlösers Verzeihung.

Kennst du die Hölle des Dante nicht,
Die schrecklichen Terzetten?
Wen da der Dichter hineingesperrt,
Den kann kein Gott mehr retten -

Kein Gott, kein Heiland, erlöst ihn je
Aus diesen singenden Flammen!
Nimm dich in Acht, dass wir dich nicht
Zu solcher Hölle verdammen.

(Heinrich Heine)

Diese beiden sind meine Lieblingstextstellen im gesamten Gedicht. Sie verdeutlichen besonders gut, was ich an Heinrich Heine nebst seines wunderbaren Humors so sehr bewundere: Seinen Mut und seine Direktheit. Unverblümt fordert er in seinem Gedicht Meinungsfreiheit und Recht für alle, vor allem aber für Dichter und Schriftsteller, allgemein für Schriften (siehe Caput 27). Und das in einer Zeit von allumfassender Zensur. Bemerkenswert.

Das wars von mir für heute. Euch noch einen wunderschönen Dienstagabend.
Eure Skylife

Donnerstag, 23. Juni 2016

[CLASSIC CONFESSIONS - NO. 4] Habt ihr einen Lieblings-Kinderbuchklassiker und wenn ja: Welchen und warum?


So, nach einem viel zu heißen Tag und meiner beinahe Denaturierung nach einer (leider) notwendigen Radtour zum Praktikumsort (30 Minuten in praller Sonne, es war die Hölle!) (Wer zum Teufel hatte so eine bescheuerte Idee?) melde ich mich heute mit einem Tag Verspätung mit meiner Beantwortung von Antonias heißgeliebter "Classic Confession" bei euch. (Gestern war das selbe Theater wie heute, nur hatte ich auch noch Zeitdruck und dann gerade einmal fünf Minuten zu  Hause, ehe ich wieder los musste.)

Habt ihr einen Lieblings-Kinderbuchklassiker und wenn ja: Welchen und warum?


Ach, bei Kinderbüchern muss ich immer an die Zeit denken, in der ich morgens zu meinen Eltern zum Kuscheln ins Bett gekrabbelt bin und ich so lange gequengelt habe, bis mein Vater endlich etwas vorgelesen hat. Wobei mir im Nachhinein auffällt, dass es meistens "Asterix & Obelix", das "Mosaik" oder ein Buch war, was wir nur das "Zwergenbuch" nannten, weil es in diesem um Zwerge und ihre Abenteuer ging. Da aber das nicht wirklich als Kinderbuch, geschweige denn als Klassiker gewertet werden kann, bringt mich das bei der Beantwortung der Frage leider nicht weiter.

Aber wenn ich weiter überlege, dann drängt sich in Verbindung mit Kinderbuch, Klassiker und meiner Kindheit ein Name deutlich in den Vordergrund: Astrid Lindgren. Ich habe nie (Asche auf mein Haupt) alle ihre Bücher gelesen, aber ich kenne so gut wie alle Geschichten (bevorzugt durch Verfilmungen). Es ist für mich die wichtigste Kinderbuchautorin, weil sie zum einen natürlich großartige Bücher schreibt und weltberühmt ist usw, usw. Andererseits sind da zwei Dinge, die mir persönlich wichtig sind: Zum einen hat meine beste Freundin, die eigentlich nicht gerne liest, in ihrer Kindheit viel von Astrid Lindgren gelesen hat und wir dann immer darüber geredet und gelacht haben. Ich glaube sogar, dass sie mich damals erst mit meiner "Lesewut" infiziert hat. Außerdem ist "Ronja Räubertochter" das erste Buch, das ich bewusst gelesen habe, auch mehrfach, und als mein erstes "richtiges Buch" in Erinnerung behalten habe (und übrigens auch noch im Schrank stehen habe).

Zu meiner Schande kann ich "Harry Potter" nicht als einen meiner Lieblingskinderbuchklassiker zählen. Natürlich muss man Harry Potter gelesen haben. Aber ich persönlich habe das erst als Jugendlicher getan, lange nach Astrid-Lindgren-Zeiten. Ich erinnere mich, dass mein Großvater einmal Harry Potter Teil 2 als DVD mitgebracht hatte und mir zeigen wollte, ich jedoch so lange rum geschrien habe, bis er es ausgemacht hat, weil ich die Sache mit Dobby und der Torte gehasst habe. Tja, nun sieht das natürlich ganz anders aus und natürlich zähle ich inzwischen (wie fast jeder, glaube ich) "Harry Potter und der Stein der Weisen" zu den wirklich besten Kinderbuchklassikern. Wie sich manche Dinge im Lauf der Zeit doch ändern.

An dieser Stelle möchte ich es auch nicht versäumen, die besondere Stellung von Kinderbücher hervorzuheben. Es ist schwer, eine für Kinder geeignete Geschichte zu schreiben, die auch lesenswert ist und eine spannende, aufregende Handlung erzählt. Und dabei natürlich nicht auf die notwendige Tiefe und die fast noch wichtigere Botschaft verzichtet, ohne die ein Buch eben kein Buch ist. Aber eben so, dass auch Kinder es verstehen und keine Albträume bekommen, sondern die Geschichte immer wieder hören/lesen wollen. Ich möchte C.S.Lewis zitieren, der sagte: "Kein Buch ist es wert, von Kindern gelesen zu werden, wenn es nicht auch von Erwachsenen gelesen werden kann." Das bringt es eigentlich auf den Punkt, denn Kinderbücher müssen deutlich mehr leisten als Bücher für Erwachsene.

In diesem Sinne: Lest schön. Und schaut bald wieder hier vorbei!
Eure Skylife

Mittwoch, 15. Juni 2016

Abi und der ganze Rest

So, seit Samstag ist meine schulische Laufbahn nach der feierlichen Zeugnisübergabe offiziell beendet! Aber im Anbetracht der Tatsache, dass es an unserer Schule einige nicht ganz uninteressante Traditionen gibt, will ich euch diese nicht vorenthalten. Also, Vorhang auf:

Nachdem die Prüfungen bereits gelaufen waren und wir auch unsere Prüfungsergebnisse kannten, durften wir uns bereits am Freitag ein letztes Mal in unserer Schule einfinden. An diesem Tag fand die "offizielle Verkündung" der Abiturergebnisse statt, nachdem wir bereits einige Fotos über uns hatten ergehen lassen. Danach wurden wir "einmal in unserem Leben gekrönt", so oder ähnlich formulierte es unserer Schulleiter. An unserer Schule gibt es nämlich die Tradition, dass die Schüler der 11. Klassen am Morgen aus Eichenlaub Kränze binden und sie dann den Abiturienten aufsetzen. Nach weiteren (gefühlten hundert) Fotos zogen wir dann samt Grünzeug und (hoffentlich nicht allzu viel) Viehzeug in den Haaren zu einer weiteren Tradition, nämlich der Pflanzung einer Säuleneiche (deren Laub irgendwann die Frisuren späterer Jahrgänge von Abiturienten ruinieren und mit Käfern anreichern wird). Zu guter letzt folgte der Empfang durch den Bürgermeister und der Eintrag in das Goldene Buch der Stadt (wieder eine Tradition) (wieder begleitet von viel zu vielen Fotos).

Gestern dann war die feierliche Zeugnisübergabe. Nachdem erst einige Gedichte rezitiert wurden und Lieder/Musikstücke vorgespielt, wurden zwei Reden gehalten, einmal von unserem (jetzt ja ehemaligen) Schulleiter und die zweite von einer Schülerin. Bevor wir endlich alle unsere Zeugnisse bekamen, wurden noch einige Sonderpreise vergeben: zwei Abiturpreise für die beiden besten unseres Jahrganges, die beide mit 1,0 abgeschlossen hatten, Sonderpreise für Verdienste um unsere Schule, von denen ich einen bekam, und der Abiturpreis für Mathematik und der Abiturpreis für Physik, die ebenfalls beide an mich gingen (ohne Spaß jetzt, war wirklich so!) (#Streberforthewin, obwohl das auch nicht ganz passt). Dann endlich wurden die Zeugnisse übergeben (und schon wieder etliche Fotos geschossen). Nachdem auch noch die Goldenen Abiturienten, also die Leute, die das Abitur vor 50 Jahren bestanden, geehrt wurden, war die Zeremonie nach zweieinhalb Stunden (man könnte fast sagen endlich) zu Ende.

Am Abend fand der Abiturball als krönender Abschluss statt. Begonnen wurde der Ball mit einem Walzer der Abiturienten mit ihren Eltern, also Mädchen mit dem Vater und Jungen mit der Mutter. Klingt fast so lustig wie es war. Vor allem natürlich, wenn man bedenkt, dass viele Eltern gar nicht tanzen können und bei den Abiturienten auch nicht unbedingt alles von der Tanzstunde in der 9. Klasse übrig geblieben ist. (Ich persönlich hatte übrigens vorher noch einmal mit meinem Vater Walzer geübt, was durchaus nötig war.) An sich war es ein schöner Abend. In weiser Voraussicht hatte ich einen (Kumpel-)Freund mitgenommen, der auch wirklich tanzen konnte. Das einzige Manko war die Bedienung, die wirklich lausig war. Ich meine, wir mussten zwischendrin eine halbe Stunde auf eine Flasche Wasser warten und irgendwann kamen gar keine Kellner mehr, obwohl der Ball noch lange nicht vorbei war. Und die organisierte Musikgruppe entpuppte sich auch nicht als die allerbeste Wahl, denn stimmungstechnisch grenzte es zwischendrin teilweise fast an eine Katastrophe. Kein Wunder, dass viele Abiturienten aus dem Saal an die frische Luft flüchteten, um sich unterhalten zu können und sich Getränke vom nahe gelegenen Rummel zu holen. Gott sei Dank spielte auch unsere Schulband, was quasi den ganzen Abend rettete. Aber naja. So schlimm, wie es bei meinem Rumgejammer klingt, war es nicht. Eigentlich ein sehr schöner Abend (bis auf diese zwei wirklich verbesserungsfähigen Punkte).

Tja, nun werde ich meine alte Schule nicht mehr wiedersehen. Außer, wenn ich noch beglaubigte Kopien meines Zeugnisses für die Studienbewerbung brauche. Dazu folgt bald ein eigener Post.

Nun wünsche ich euch noch einen schönen Mittwoch (Kopf hoch, Hälfte der Woche geschafft!)
Eure Skylife