Montag, 19. September 2016

Montgsfrage: Gibt es Antagonisten, die ihr mehr mögt als Protagonisten bestimmter Bücher/Reihen und falls ja, was ist der Grund dafür?

Puh, Leute, ganz ehrlich, wenn ihr mal was erleben wollt, dann fahrt Bahn. Das ist hundertmal besser als Fantasia-Land. Wie ich darauf komme. Naja, letzte Woche war quasi meine Zug-Woche. Ich hatte dreimal Vorkurs, also 6 Mal Zug fahren. Und um genau zu sein ist letzte Woche nichts so gelaufen, wie es sollte. Warum?
Tag 1: Mein erster Zug hatte Verspätung und ich habe meinen Anschluss verpasst. Das blöde ist, dass die Züge nur so fahren, dass ich entweder gerade einmal 4 Minuten zum Umsteigen habe, und da sieht es schon bei 5 Minuten Verspätung schwarz aus, oder über eine Stunde. Dummerweise konnte ich den Zug später nicht nehmen, also hat mich mein Vater in Erfurt eingesammelt und dann nach Ilmenau gebracht.
Tag 2: Selbes Theater. Zug hatte wieder Verspätung und ich habe den Anschluss wieder nicht geschafft. Nur war dieses Mal niemand da, der mich hätte fahren können. Fazit: Ich musste den Zug nehmen, mit dem ich zu spät komme. Gott sei Dank hatte mich eine Freundin entschuldigt und für mich mit geschrieben. Der eigentliche Clou kam aber am Abend. Da habe ich zwei Züge zur Auswahl, die ich nehmen könnte, und meistens nehme ich den, der eine halbe Stunde früher fährt. Nur dummerweise war das an dem Tag genau der Zug, vor den ein Mann gerannt ist. Jap, ich saß in einem Mörderzug. Und ich Idiot habe nicht einmal etwas mitbekommen. (Zu meiner Verteidigung: Ich habe gelesen.) An dieser Stelle eine Bitte: Solltet ihr jemals das Pech haben, dass so etwas bei eurem Zug passiert, dann lasst bitte die Zugbegleiter in Ruhe. Die können auch nichts dafür. Unser Schaffner war total gestresst und sah so aus, als hätte ihn eben erst jemand zur Schnecke gemacht. Ich glaube nicht, dass er das verdient hätte. Der Mann hat es schließlich hinbekommen, dass wir bereits nach einer halben Stunde in Taxis weiterfahren konnten (das ist übrigens nicht ironisch gemeint oder so, sollte es so für euch klingen). Auf jeden Fall ist das das erste Mal gewesen, dass ich in Deutschland Taxi gefahren bin. Auch ein Erlebnis.
Tag 3 nimmt sich dagegen echt harmlos aus. Ich habe die Hinfahrt nur so umgestaltet, dass ich zwar dreimal statt nur einmal umsteigen musste und fast zwei Stunden unterwegs war, dafür aber wenigstens pünktlich meinen Zug nach Ilmenau erwischt habe. Allerdings von Neudietendorf und nicht von Erfurt aus. Und abends ist der frühere Zug nicht gefahren und ich bin deshalb eine halbe Stunde später zu Hause gewesen, aber das ist ja nicht schlimm. Das Drama war nur der Unfall an Tag 2.

Tja, damit habt ihr auch ein wenig Anteil an meinen Zugerlebnissen. Jetzt darf ich übrigens wieder Schienenersatzverkehr fahren, aber da komme ich wenigstens pünktlich. Aber ich bin vollkommen vom eigentlichen Thema dieses Posts weggekommen: Die Montagsfrage. Ich spanne euch also nicht länger auf die Folter. Vorhang auf!

Gibt es Antagonisten, die ihr mehr mögt als Protagonisten bestimmter Bücher/Reihen und falls ja, was ist der Grund dafür?


Ich muss ehrlich gestehen, ich bin der Typ Leser, der eigentlich immer auf der Seite der Protagonisten, also der Guten steht. Ich mag es, wenn am Ende die Guten gewinnen und das Böse besiegt wird, auch wenn es nicht unbedingt das vollendete Happy End sein muss mit "Sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage". Das wäre ja auch irgendwie langweilig, wenn es immer so wäre. Aber ich persönlich finde es gut, wenn die, die es verdienen, besiegt werden. Und das sind meistens die Antagonisten.

Es gibt zwar bestimmte, meistens sehr komplexe Antagonisten, die ich sehr interessant finde, aber da mag ich die Protagonisten wirklich mehr. Zum Beispiel Harry Potter (weil das jetzt schon ein paar Leute gebracht haben): Ich finde zwar Draco Malfoy und Professor Snape durchaus interessant, aber Hermine mag ich trotzdem noch mehr. Und mir ist aufgefallen, dass dieses "ich finde sie interessant und mag sie" meistens dann auftritt, wenn bei den Antagonisten auch gute Seiten zu erkennen sind. Auch ein gutes Beispiel: Celeste in "Selection". Am Anfang konnte ich sie überhaupt nicht leiden, erst, als ihre Figur im 3. Band komplexer wurde.

Also zusammengefasst: Die Seite des Protagonisten ist auch meine Seite und die Figuren, die ich außerdem interessant finde, lassen sich nur auf den ersten Blick einer bestimmten Seite zuordnen. Auch wenn mein Lieblingscharakter nicht unbedingt die Hauptfigur sein muss, etwa Hermine in Harry Potter oder Arya in Eragon.

Wie seht ihr das? Protagonisten oder doch lieber die "bösen Jungs"? Hinterlasst mir doch einen Kommentar oder schaut euch hier den Mutterpost von Buchfresserchen an. Ich wünsche euch eine schöne Woche und viel Glück mit euren Zügen. Lest schön!
Eure Skylife

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